Kann nicht schlafen bzw: Gute Nacht Geschichten von Usern für User

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    • Kann nicht schlafen bzw: Gute Nacht Geschichten von Usern für User

      und erzähle euch daher einen Schwank aus meiner Jugend während mein Schlummitee zieht. :opa:

      Als meine Mutter noch lebte wohnten wir Haus an Haus. Ein recht großes Grundstück, 2 aneinandergebaute Häuser. Ich bin also im Grunde nie von zu Hause ausgezogen, denn als ich noch klein war wohnte in der anderen Hälfte meine Oma, wo ich dann sehr viel später gehaust habe. Das war superpraktisch, weil immer eine Urlaubsbetreuung für Haus, Viechzeug und Garten vorhanden war. :hust:

      Nun ja.. eines Morgens, als meine Mutter und ihr Lebensgefährte bereits 7 Tage in Marokko waren, stand ich völlig verwirrt vor der Kaffeemaschine und hab versucht rauszufinden, warum der Kaffee noch so dunkel ist. :papiertuete-kopf: Ach joa, Milch vergessen.. och nö ! :panik: Milch alle !!! Ich also kurzentschlossen Schlüssel geschnappt, im Pyjama über den Hof zu Mutters Küche geschlurft. Nun ist das so: ich weiß nicht ob das an den Kriegserinnerungen liegt, aber: je stinkiger und im Grunde je ekliger, je leckerer für meine Ahnen. Ich erinner mich noch mit Grusel an Kochexperimente meiner Mutter, wo in meiner Erinnerung Fischeingeweide, Gräten, Köpfe, Hühnerkämme, die Füße und etwas Gemüseartiges eingekocht wurden und uns als französische "Buuljabässe" angepriesen wurde. Oder meine Oma, die grundsätzlich so einen Harzerkäseklumpen auf dem Fensterbrett in der Sonne hatte bis der verflossen und gewimmelt hat und ihn dann genüsslich :lecker: gegessen hat.. Meine Oma fand die "Buljabässe" übrigens total köstlich.. was auch sonst. :rolleyes2:

      Ich hätte also gewarnt sein sollen. Aber es war früh, ich kam aus dem Bett und hatte noch keinen Kaffee !!! :nixweiss: :heul: so bin ich drüben rein, ohne die übliche Vorsicht vor der Küche meiner Ahnen, mache den Kühlschrank auf und zack ! .. weg bin ich. Als ich wieder zu mir komme taste ich blind rum bis ich den Küchenbesen finde und mache damit den Kühlschrank zu. Krieche dann mit Tränen in den Augen auf allen vieren zur rettenden Küchentür. Erschwerend kommt jetzt der Sauerstoffmangel dazu, aber endlich bin ich draußen und stelle fest: so schlimm schmeckt schwarzer Kaffee dann doch nicht! :yes: Denn: meine Mutter hat vielleicht ihre Vorliebe für Kochexperimente aufgegeben, aber nicht ihre Vorliebe für stinkige Dinge. Ihr Lieblingskäse war dänischer Romadur (oder so), und der stinkt selbst frisch so stark das draußen Vögel vom Himmel fallen, und der, der mich ausgenockt hat war mindestens 10 Tage alt.. MINDESTENS.. seitdem bin ich nie wieder an ihren Kühlschrank gegangen. :rotwerd:

      So. Gute Nacht und bis später. :gtier4:
      Diäten helfen nicht gegen einen Zunahmi. Wellensittiche übrigens auch nicht. :D
    • Oooch @Faule Socke...du hast mich jetzt echt dazu gebracht, an längst vergangene Zeiten zu denken. Ich finde es einfach köstlich, wie du uns deine „Geschichte“ erzählt hast 8o „Aber eine Frage habe ich jetzt doch...du hast von ´Kriegserinnerungen gesprochen, meintest du dich damit pillepalle
      Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze :draussen9:

      Ich bin dann mal wieder :girli2: Hühner schubsen :huhn1:
    • Nun siehst Du, das in manch magerer Zeit das gute alte Stück Brot mit etwas Fett und Salz immer noch besser sein kann als manche "Spezialität" .

      Bei meiner Oma hatte meistens ich den Pulverkaffe ( Instant ) und genoss zwischendurch ihren frisch Gebrühten mit einfachem Brühaufsatz für Filtertüten und heissem Wasser aus dem Kessel oder Wasserkocher.

      Beim Essen soll es zwar schmecken, ( und meine Oma konnte durchaus kochen mit wenig zu gutem Geschmack ), aber in der Prämisse der Selbstversorgung von wenig Lohn zu ausreichend Kalorien war mir magenverträglich oft die Stulle mit etwas Margerine oder Butter / Schmalz lieber an etwas Salz und Pfeffer, als etwas was mein Magen zumindest nicht vertrug.

      Ich hatte in jungen Jahren für mich aber wenigstens auch noch die Möglichkeit , mir bei Kleinbauern in der Region leckere Bauernkost, literweise Milch ( nicht entrahmt und warm per Hand gemolken fast so gut wie warme Milch mit Honig ) und evtl. darüber hinaus noch ein paar Mark an Taschengeld zu verdienen.

      Dieses Wort abschliessend dann vor allem noch als fiktiven Ersatz des Bechers frisch abgemolkener Milch, oder dem Becher erneut erwärmter Milch mit etwas Honig.

      LG & Guats Nächtle

      Marzipan
    • Hehe, nene @Stella1. Aber meine Mutter ist ein Jahrgang 36 Stadtkind, hat die kriegsjahre in unmittelbarer Nähe der Kieler Werft verbracht.. Meine Oma, das weiß ich gar nicht mehr, aber nach AdamRiese und EvaZwerg war sie das totale Kind der Zeit.

      @Marzipan, meine Großeltern waren Selbstversorger, incl Hühnern und Schweinen. Das war Vorraussetzung an unserem Wohnort, denn die Siedlung in der ich lebe wurde von der NSDAP für kinderreiche Familien gebaut, welche sich selbst versorgen sollten. Meine Oma hat auch nie akzeptiert das ich meinen Kakao nicht mehr getrunken habe, wenn da "des Seemanns Unterhose" drauf war.. sprich sich diese Haut gebildet hatte. Aber ich hab mich vor diesem Bild so gegruselt das ich die einfach nicht mehr trinken konnte.. :D Das Zuckerbrot war schon ein ganz anderer Schnack. :lecker: Oder Armer Ritter.. oder eine von Mutters Spezialitäten die auch wirklich geschmeckt haben: Backobst in Wasser aufgeweicht und das ganze dann leicht angedickt zu Spaghetti.

      Nuja.. schlafen kann ich immer noch nicht. Aber ich versuche es nochmal.. :schlafen:
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    • Dann denke einfach mal an den leckeren Humpen frisch und selbst aus dem Kuheuter abgezapfter Milch. :kuckkuck1:

      Euter-Warm echt ein Hochgenuss. Ich durfte mir beim vormelken der letzten Kühe immer selbst per Hand einen Humpen per
      Hand abmelken morgens oder abends im Melkgang .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marzipan () aus folgendem Grund: Leckere, selbstgemolkene Milch zum einschlafen ist fast so süss wie Milch mit Honig. :-) Letztere Bearbeitung nur noch wegen Rechtschreibfehlern.

    • Wuhu.. konnte dann doch irgendwann einschlafen !! :jipii:

      @Feed with Candy
      das könnte natürlich sein das mir meine Erinnerung einen Streich gespielt hat. Aber gerochen hat es allemal so.. :lachtot: Ich hab die Kochbücher meiner Mutter geerbt und da sind ausländische Gerichte im Subtext immer mit Warnungen versehen: Vorsicht! Kochen und Essen auf eigene Gefahr! Und nicht jammern wenn´s ungewohnt schmeckt und man ihnen das Essen nachwirft und auch Schweine einen Bogen drum machen !" Und ich kann förmlich sehen, wie meine Mutter diese Rezepte nach dem gefährlichsten und gruseligsten durchsucht hat und sich dann dachte: "oh, Schnecken... :lecker: " Diesen Zug kann ich an mir selber entdecken; nicht Schnecken kochen aber das sichere Händchen fürs komplizierteste Gericht ohne auch nur eine Ahnung zu haben wie es schmecken könnte.. :lachtot:

      @Marzipan
      Das Experiment Kuhmilch haben meine Eltern dann in meiner Jugendzeit im Zuge eines Lebensmittelskandals umgesetzt. Einmal die Woche wurde die Milch vom Bauern geholt, und da es dort auch eine Schweinezucht gab hatten wir bald selber einen kleinen Bauernhof mit Hühnern, Enten, Gänsen, Kaninchen, Puten und 2 Schweinen. Aber davon soll mein nächster Schwank handeln. :hust: Aber frische Kuhmilch war mir immer suspekt, da die Milch doch verdächtig nach Kuhmist geschmeckt hat.
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    • Also ich hab mich jetzt köstlich amüsiert über deine kleine Geschichte , Faule Socke, und mir das bildlich vorgestellt, mit dem Käse, der so übel riecht, das es einen die Tränen in die Augen treibt oder auch mit den, der schon selber "Beine" bekommen hat. Mit den hatte ich nämlich auch schon üble Erfahrungen.
      Ich bin Gärtnerin und arbeite in der Woche auf einen Wochenmarkt, dort haben wir eine Marktkiste, in der alles aufbewahrt wird, was man so auf nen Markt braucht (Tüten, Papier u.a.).
      Leider hat mein Chef dort auch immer seinen Stangenkäse aufbewahrt, in dem er immer mal während des Verkaufes rein biß. Einen hat er wohl vergessen und so kam es, das ich im Sommer bei 30 Grad, in der Kiste nach etwas suchte und dabei in etwas sehr, sehr Weiches faßte. Sicher könnt ihr euch jetzt vorstellen, was das war. Der Käse wurde nur am Papier gehindert, in der Kiste weiter zu kriechen, denn die nötige Konsistenz hatte er schon und der Geruch erst!!!!!! Hab dann in der Gärtnerei die ganze Kiste leer geräumt, alles hat gestunken und ich habe doch tatsächlich auf den Markt immer meinen Kollegen verdächtigt, seine Socken unregelmäßig zu wechseln. ;)
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