Kann nicht schlafen bzw: Gute Nacht Geschichten von Usern für User

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    • Da ich von keinem Backunfall berichten kann, versuche ich es mal mit einem Kochdrama.
      So wie Poweroma schon schrieb, war in der ehemaligen DDR nicht alles selbstverständlich. Du konntest nicht mit einem vorherigen Plan beim Metzker einkaufen gehen, sondern musstest deine Kochpläne vor Ort nach Angebot erstellen, sprich, es gab kaum vernünftiges Kernfleisch.
      Kurz vor Weihnachten war mein Mann zu einer Gänsejagd eingeladen. Von einem sowjetischen Gastjäger bekam er eine erlegte Gans, da beide !!!! Schützen nicht wussten, wer nun der Erleger war. Mein Mann war so dankbar und stolz den Vogel bekommen zu haben.
      Meine erste Wildgans wurde gerupft, von den Schrotkugeln befreit (dachten wir), wanderte in die Truhe und war als Weihnachtsschmaus eingeplant....ich war so glücklich, da die Kochfrage beantwortet ^^
      Am Weihnachtstag früh aufgestanden Ofen angeworfen, Gans rein, freu.
      Nach 3 Stunden noch keine Spur von Beweglichkeit am Flügel, ok, ist ja erst kurz vor 11, wird schon werden.
      Gegen 12 wanderte das geflügelte Tier aus Not für 45 Minuten in den Schnellkochtopf, dann wieder in den Backofen.
      Zur Kaffeezeit haben wir den Garversuch dann aufgegeben und wollten das Tier ganz mutig verspeisen.
      Außer, dass es beim Schneiden ganz mächtig quitschte, weil das Fleisch so zäh war, bissen wir ständig auf Schrotkugeln, da ja zwei Schützen drauf geschossen hatten.
      Unser Festessen bestand dann nur aus Rotkraut und Kartoffeln.
      Sogar unser Schäferhund rümpfte nur die Nase und drehte sich vom Gänsefleisch weg.
      Mein Mann sagte"jetzt weiß ich, warum der Russe so gegrient hat, als er mir die Gans gab"
      Das war meine erste und letzte Wildgans.

      Übrigens gab es bei mir auch einen ersten und zugleich letzten Fasan. Der war nicht zäh, aber durch sein Revier fuhren die Traktoren mit dem Silofutter für die Kühe.
      Und der kluge Vogel pickte genüsslich auf, was vom Wagen fiel.
      Genauso hat er dann auch geschmeckt, total nach Silage.
      Stadtleute werden den Geruch nicht kennen, aber lecker ist anders, evtl. mit saurer Milch in stark konzentrierter Form zu vergleichen.
    • Wie man einen Biber füttert...

      Animalcity schrieb:

      ..Kuchen brennt immer noch.
      rofl rofl rofl rofl rofl rofl rofl rofl rofl rofl *kannnimmer*



      Mein Hase und ich sind vor ca 1,5 Jahren ins Hobby Living History eingestiegen. Das bedeutet vereinfacht: für Besucher Geschichte möglichst authentisch darzustellen. Wir sind Wikinger weil Haithabu quasi vor der Tür liegt und wir etwas machen wollten was mit unserer Heimat und Geschichte zu tun hat.

      Als Wikinger erlebt man so allerlei. Blankes Erstaunen ob des Wagemuts auf offenem Feuer zu kochen, schiere Ungläubigkeit das man NICHT ins Hotel geht sondern im Zelt schläft, ja echt, im Zelt! Und immer wieder die Frage nach dem "Warum"? Warum schläft man im Zelt? Schläft man wirklich im Zelt? Warum hakt man Holz?

      Ein Mit-Wikinger erzählte uns von einer besonders skurrilen Geschichte. Jemand aus seiner Sippe stand mit seinem Feuerholz mit einem Hackklotz und einer Axt neben seiner leeren Feuerstelle und machte sich daran für´s Abendbrot Anzündholz zu hacken. Das muss ja etwas feiner sein, weil Grillanzünder, Feuerzeug? Gibbet nicht. Schlageisen und Zundermaterial , darauf dann das feine Anzündholz ! Er holzhakt da also mehrere Minuten vor sich hin, zu seiner Entschuldigung muss man sagen, der Tag war sehr lang gewesen und die Besucher etwas anstrengen, als sich ein älterer Herr mit seinem Enkel nähert. Beide stellen sich hin und schauen dem wilden Wikinger zu wie er mit seiner Axt NEBEN dem Lagerfeuer Holz kleinhaut. Wir nennen ihn mal Halfdan Holzhacker.

      Opa: *räusper* Entschuldigung, was machen sie da?
      (Halfdan Holzhacker hat nach diesem wirklich langen Tag keine Lust nochmal zu erklären das er genau das tut wonach es aussieht. Er setzt also sein bestes Rettet-die-Wale-Lächeln auf und antwortet:
      Wissen sie, wir haben dahinten am Bach ein verwaistet Biberbaby gefunden. Dem hacke ich jetzt das Holz ganz klein, tu das dann in eine Flasche und später geh ich es füttern...
      Opa *zu seinem Enkel geneigt*: Siehst du Kevin, wenn man vernünftig fragt bekommt man auch eine vernünftige Antwort.
      Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele? :daumen:

      Für ein Kleidungsstück, mit dem so viele Leute auf dem Sofa sitzen und Chips essen, hat die Jogginghose einen recht ungewönlichen Namen..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Faule Socke ()

    • Eine Geschichte mit Kitty aus dem Katzenhimmel. :gtier4:

      Mir laufen Miezen ja gern zu wenn ihre Besitzer sie nicht mehr wollen. Nur 1 kam aus dem Tierheim, wo sie schwersten Herzens wegen Allergie abgegeben worden war: das war Kitty. Mein damaliger Freund wollte ja "nur mal gucken". Ich nicht. Ich betrete das Katzenhaus im Tierheim äußerst ungern. Erstmal, weil ich dann Rotz und Wasser heule, zweitens weil ich gern alle mitnehmen möchte und mir das Herz bricht wenn ich dann gehen muß und drittens weil ich immer Gefahr laufe, denen Mangels Bargeld mein Auto als Spende dazulassen. Zwei Wochen habe ich mich standhaft gewehrt, aber dann hat er mich doch rumbekommen. Eine Woche später konnten wir Kitty aka "nur mal gucken" dann abholen: eine "ältere", wunderschöne, etwas mopsige graukuhgetigerte Miez welche äußerst eigenwillig erzogen worden war. Sie hat sich nie, nie NIE aufs Bett getraut, aber saß voller Selbstverständlichkeit auf der Arbeitsplatte in der Küche.
      Sie war auch nie richtig Katze gewesen. Draußen kannte sie nicht, klettern konnte sie nicht (das lernen Katzen ja normal als Kätzchen), und vor den Vögeln hatte sie erstmal Angst. Ihre erste Maus.. keine Ahnung ob sie die gefangen hat oder sich einfach ausversehen draufgesetzt hat, auf jeden Fall hockte plötzlich vor ihr eine Maus an der Wand, Gesicht zur Miez, Kitty davor, mit einem Blick der ganz eindeutig sagte: "Nanu?" Ich hab richtig die Sprechblasen über den Köpfen gesehen. Ich hab mich ausgeschüttet vor lachen.

      Kitty: nanu?
      Maus: LASS MICH LEBEN; ICH BIN NOCH SO JUNG; DENK AN MEINE KINDER !!! :panik: :panik: :panik:
      Kitty: Na, wo kommst du denn her? :stock:
      Maus: MEINE FRAU WARTET AUF MICH, ICH SOLLTE DOCH NUR ETWAS BRUTKRUHMEN SUcHEN...
      Kitty: *streckt vorsichtig eine Pfote Richtung Maus; könnte ja gefährlich sein*
      Maus: ääähm.... Kollege? *Maus ist leicht irritiert*
      Kitty: Riecht gut, aber keine Ahnung was ich damit anfangen soll..
      Maus: :stupid: .. möchte wirklich nicht sterben und so?
      Kitty: Irgendwie drollig..
      Maus: Samma Kollege.. wird dat noch was? ich hab nicht den ganzen Tag Zeit! Mach ma hinne!!!
      Kitty: Ich geh mal was fressen....
      Maus: Was war denn das jetzt? :nixweiss: *dummerweise für die Maus war mein Kater in der Nähe, und der weiß ganz genau was eine Maus ist und was man mit der macht.*

      Eines Tages in dem Sommer war sie auch ganz mutig das erste Mal mit am Gartenteich. Wer selber mehrere Katzen hatte, der weiß: geht Frauchen oder Herrchen raus, geht die Meute mit! Wir haben einen Eichenstamm drin liegen, etwas vom Ufer weg, sozusagen nur einen Katzensprung. Den fand sie ja total spannend. Sie sich also ganz mutig zusammengekauert, popogewackelt zum Schwungholen, und in dem Moment wo sie losspringen will, kommt eine andere Miez aus dem Gebüsch gehopst. Bitte schaltet jetzt eure Kopfmusik an und spielt mit ihr "I believe i can fly" ab). Sie sprang ab,ihr Fell glänzte in der untergehenden Sonne.. *i believe..* diese Eleganz.. *i can fly*.. hoch in den Himmel.. *i believe* ... weit über den Baumstamm.. *i can touch the skyyyy*.. ohhh.... *Plattennadel rutscht kreischend ab* :shocked: ZU weit über den Baumstamm.. :panik: (in einem Comic hätte sie jetzt mit den Beinen gefuchtelt um ihrem Schicksal zu entgehen).. PlATSCH !!! Baumstamm um einen halben Meter verfehlt. Miez abgetaucht das nur noch die Ohrspitzen aus dem Wasser guckten. Sie kam wie ein Torpedo wieder hoch, :green6: zum Ufer und verschwand im Geräteschuppen. Ich bin erstmal ins Haus gestöbert, 2 Handtücher holen: eines für die Miez und eines für meine Lachtränen. Sie fand das gar nicht witzig und war mega-beleidigt (aber ganz schlank; erstaunlich wie dick so ein Fell ist).

      Bei ihr haben leider die Nieren versagt. Sie war in jeder Hinsicht eine einzigartige Miez. Wie ja eigentlich alle Miezen. :gtier4:
      Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele? :daumen:

      Für ein Kleidungsstück, mit dem so viele Leute auf dem Sofa sitzen und Chips essen, hat die Jogginghose einen recht ungewönlichen Namen..

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    • Es ist immer wieder schön, deine Geschichten zu lesen. Da wir selber ja auch immer Katzen hatte, erinnert mich das selber an manch schöne Geschichten, die man mit denen erleben kann.
      Wir hatten vor ca 12 Jahren die Katze, Lilly, bei uns aufgenommen. Sie war damals knapp 2 Jahre und lebte bis dahin bei meinem Sohn und seiner Freundin als Wohnungskatze.
      Lilly war eine sehr kratzbürstige Katze und benutzte auch ihre scharfen Krallen oft, nicht nur an Möbeln, sondern auch an Menschen aus. Mein Sohn und seine Freundin erwarteten ein Baby und hatten deshalb bisschen Angst, so nahmen wir die Katze zu uns. Wir lebten in einer sehr ruhigen Wohngegend und die Katzen können frei draußen herum tollen, ohne das wir Angst haben müssen, das sie gleich überfahren werden.

      Als erstes ließen wir Lilly sterilisieren, was selbst für den Tierarzt eine Herausforderung war und nicht ohne Kratzspuren ablief. Die ersten Tage bei uns versteckte sich Lilly nur und kam nur hervor, um etwas zu fressen. Anfassen ging gar nicht. Abends sperrte ich sie immer in die Küche ein, da konnte sie den wenigsten Schaden anrichten. Um sie dahin zu schaffen, musste ich sie erstmal finden. Wenn ich sie gefunden hatte, zog ich die Topfhandschuhe an und holte eine Decke. Da packte ich sie drin ein und schaffte sie in die Küche.

      Nach etwas 14 Tagen merkte sie, das wir es gut mit ihr meinten, sie ließ sich sogar streicheln und so beschlossen wir den nächsten Schritt zu wagen. Wir kauften ein Katzengeschirr, banden ihr das um, was erstaunlich gut ging, befestigten ein lange Leine daran und trugen die Katze bis ans Ende des Gartens, denn laufen wollte sie nicht. Sie kannte bis dahin nur Wohnungen und draussen war ihr alles unheimlich.

      Wir banden sie mit der Leine an einen Baum an, setzen uns zu ihr und redeten mit ihr. Plötzlich kam ein Vogel geflogen, Lilly geriet in Panik, sie zerrte so lange an ihrem Geschirr, bis sie sich befreit hatte und rannte panisch den Gartenweg nach vorn, die Treppe hoch und in die Wohnung. An diesem Tag war es nicht mehr möglich, es noch mal zu probieren.

      Wir versuchten es weiter, aber immer das Gleiche, also ließen wir sie in Ruhe. Es war Sommer und so versuchten wir es ganz ohne Zwang. Wir ließen immer die Vorsaaltür auf, so das sie sich im Haus frei bewegen konnte. Lilly wurde mutiger, sie erforschte erst den Platz vor unserer Tür, dann nach und nach das ganze Haus. Irgendwann stand sie an der Tür zum Garten und sah dort unsere andere Katze, Tessa. die beiden konnten sich von Anfang an nicht richtig leiden, jetzt erwachte in Lilly wohl der Jagdinstinkt. Sie stürmte raus in den Hof und begann Tessa zu jagen. Die flüchtete auf den Nussbaum, Lilly hinterher.

      Tessa aufs Schuppendach, Lilly hinterher. Tessa wieder auf den Nussbaum und ab in den Garten. Da bekam Lilly erstmal mit, wo sie war. sie traute sich nicht wieder herunter. Wir holten sie dann mit der Leiter wieder vom Dach. Aus solchen Gefahren mussten wir sie noch oft retten.

      Einmal war sie doch vorn auf die Straße gerannt und es kam ein Auto. Das kannte sie bisher auch nur durchs Fenster. Es war Nachts und wir haben Stunden gebraucht und mussten sie mit vielen Leckerlies locken, damit sie wieder den Weg in den Garten bzw. die Wohnung fand. Inzwischen ist Lilly ein Kätzchen geworden, die auch ganz gerne mal schmust, aber manchmal kommt noch das "Böse" in ihr durch und sie haut mit ihren scharfen Krallen zu. Vor der Katzenklappe hat sie noch immer Angst, die ist ihr unheimlich. Aber das stellt für Lilly gar kein Problem dar, denn sie öffnet sich die Türen selber. Die springt auf die Klinke und zieht diese runter, das klappt super und unsere neue Katze, Mecky (Tessa ist im Katzenhimmel) nutzt das inzwischen schamlos los. Sie setzt sich vor die Tür, macht Miau, Lilly kommt und öffnet ihr die Tür.
      Nur mit dem Schließen das kriegt sie nicht hin.
      :hi: Liebe Grüße
      von der poweroma :gärtnerin:
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