Weihnachten, Rituale und Geschichten rund ums Fest

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    • Weihnachten, Rituale und Geschichten rund ums Fest

      Unser Forum hat inzwischen soviele User mit unterschiedlichen Wurzeln, die nicht nur in Deutschland sind. Habt ihr nicht mal Lust etwas über eure Bräuche und Rituale für kommende Feiertage zu erzählen.
      Was gibt es beispielsweise am Heiligabend zu essen bei euch...sind es die Wiener mit Kartoffelsalat, das Raclette oder wie bei uns das Fondue?
      Wie gestaltet ihr die Feiertage an Weihnachten oder zur Jahreswende?

      Traut euch und lasst uns etwas teilhaben an euren Traditionen und Rituale :schneewerfen2:
      Ich würde mich freuen wenn ganz viele mitmachen :xmaslaola: :xmaslaola: :xmaslaola:

      Stella
      Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze :draussen9:

      Ich bin dann mal wieder :girli2: Hühner schubsen :huhn1:
    • Gute Idee, aber wir sind eher die Weihnachtsmuffel. Da gibt es keine Rituale. Leckeres Essen aber schon. Heiligabend machen wir oft Raclette oder Fondue. Dieses Jahr gibt es Gambas mit viel Knofi und Baguette und einem gute Wein. Am ersten Weihnachtstag kommt dann die einen Tag vorher geschlachtete Gans vom unserem Bauern auf den Tisch. Natürlich mit Klößen und Rotkohl. Und davon zehren wir sicher auch noch am 2. Weihnachtstag.
    • Ich wollte es wäre alles schon vorbei. Treffe mich mittags mit einen Freund und dann geh ich ins Bett und hoffe auf ein gutes Fernsehprogramm. Wahrscheinlich RTL Nitro "schwarz-weisses Weihnachten" mit alten Krimis
      und werde wie immer " fernschlafen".
      Liebe Grüße Erika :winki6:
      Jede Minute die man mit Ärger verbringt, verpasst man 60 glückliche Sekunden :regenbogen:
    • Als ich noch ein Kind war, hatten wir zu Hause Rituale an Weihnachten.
      Während meine Eltern noch irgendwas getan haben, habe ich meistens im Fernsehen "Wir warten auf's Christkind geguckt". Ich habe das geliebt, all die schönen kurzen Sendungen, in denen es um Weihnachten ging. Und natürlich den "Michel aus Lönneberga". So gegen 15.00 Uhr sind wir alles aus dem Wohnzimmer verbannt und in unsere Zimmer geschickt worden. Wieder hieß es warten, sich mit irgendwas beschäftigen, damit die Zeit nicht lang wird. Das letzte Geschenk einpacken.
      2 oder drei Stunden später hat dann endlich das Glöckchen gebimmelt und wir wussten das Christkind war da. Schnell mit den Geschenken ins Wohnzimmer gestürmt, diese noch unter den jetzt aufgestellten und geschmückten Baum gelegt und diesen bestaunt. Anschließend gab es Abendessen. Würstschen mit Kartoffelsalat. Natürlich hat man immer wieder zum Baum geschielt und spekuliert, welches Geschenk wohl für einen selbst war. Nach dem Abendessen wurde erst Mal gesungen, Papa hat uns auf der Heimorgel begleitet, in jüngeren Jahre habe ich ein oder zwei Lieder auf der Flöte gespielt. Nach drei oder vier Liedern hatten meine Eltern endlich erbarmen und es wurde beschert.
      Ich kann mich auch noch erinnern, dass ich ab und an mit meiner Oma, wenn sie Weihnachten bei uns war, in die Kirche gegangen bin, aber ich weiß leider nicht mehr ob das vor oder nach der Bescherung war. Ich meine aber es war am späten Nachmittag. Im Übrigen wusste ich, wo meine Eltern die Geschenke versteckt hatten, aber ich habe nie vorher geschaut. Ihc habe stets bis zum heiligen Abend gewartet. Und das tue ich ach heute noch, wenn ich ein verpacktes Päckchen bekomme, wird es zur Weihnachtsdeko gelegt und erst am 24. ausgepackt, wenn ich von meiner Familie nach Hause komme.

      Jetzt als Erwachsene verbringe ich den heiligen Abend bei meiner Schwester und ihrer Familie. Mein Bruder ist auch da. Das tun wir seit mein Neffe auf der Welt ist, vorher fand alles bei meinen Eltern statt. Mein Neffe ist heute 25 und meine Eltern leben nicht mehr. Einiges hat sich geändert, manches aber auch geblieben. es gibt immer noch Würstchen mit Kartoffelsalat und die Bescherung gibt es nach dem Essen. Das Singen lassen wir unter den Tisch fallen, das fanden wir immer schrecklich. Meistens beginnt mein Neffe mit der Bescherung, das hat er als Kind schon gemacht. Also nicht, dass er als erstes seine Geschenke wollte, nein, als erstes hat er die Geschenke, die er für uns hatte, ausgeteilt und dann erst kam er an die Reihe. Der Rest vom Abend wird gespielt oder falls wir vom Essen zu ermattet sind (mit zunehmendem Alter kommt das schon mal vor), wird einfach nur gequatscht.

      Ich mag unser Weihnachtfest, weil es vollkommen ruhig und absolut stressfrei ist. Dennoch vermisse ich auch das Weihnachtsfest aus meiner Kindheit, das mit dem Warten und der Spannung, ja, selbst die schreckliche Singerei.

      Frohe Weihnachten euch allen. :vierteradvent:
      Es geht nicht darum dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. :regenbogen:
    • Danke für deine schöne Geschichte @krini ... du hast mich gerade in meine Kindheit versetzt :xmashurra:
      Auch ich habe am heiligen Abend nachmittags Märchen geschaut und fand die schönsten waren die russischen :rolleyes:
      Irgendwann wurden auch wir am Nachmittag aus dem Wohnzimmer geschickt und mussten ins Kinderzimmer, alle anderen Räume waren tabu.

      Wir waren vier Kinder und hatten eine sehr geräumige Wohnung...unter anderem ein Zimmer, wo besonderst in der Vorweihnachtszeit gewerkelt und gebastelt wurde. Im besagten Zimmer, welches sich direkt neben der Küche befand, herrschte zu dieser Zeit ein geheimnisvolles Treiben. Manchmal konnte man leise Stimmen hören, sägen oder ein hämmern...ich habe es geliebt.

      Ich könnte hier unendlich viel über meine Erlebnisse in der Vorweihnachtszeit schreiben aber ich wünsche mir ganz viel von euch zu hören...

      Traut euch und lasst uns teilhaben...
      Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze :draussen9:

      Ich bin dann mal wieder :girli2: Hühner schubsen :huhn1:
    • Wir hatten auch ein paar Rituale zu Weihnachten!

      Ein bis zwei Tage vor Heiligabend gingen wir Kinder immer mit unserem Vater in den Wald einen Baum schlagen.
      Der wurde dann von unseren Eltern abends vor der Bescherung heimlich geschmückt.

      Wir haben immer schon mittags gegessen. Auch Kartoffelsalat mit Würstchen. Was immer sehr lecker war.

      Um 16:00 mussten wir dann auch in unser Zimmer, wo dann die lange Wartezeit begann. Mit 4 Geschwister würde es aber nie langweilig.

      Irgendwann klingelte das Glöckchen und wir durften endlich kommen. Es war dunkel im Zimmer, nur die Kerzen am Baum brannten.
      Auf dem Tisch standen Plätzchen, Orangen und Äpfel. Das duftete immer so herrlich.
      Vor diesem mussten wir uns dann erstmal der Reihe nach aufstellen ( da gab es auch kein entkommen) :D
      Dann haben wir zusammen Stille Nacht, heilige Nacht gesungen und mein Vater hat jedesmal ein wenig dabei geweint.
      Wenn ich jetzt grad dran denke, kommen mir auch die Tränen.
      Ich hab auch mit der Flöte etwas vorgespielt und mein Vater spielte manchmal mit dem Schifferklavier etwas vor.

      Danach war Bescherung und wir spielten zusammen bis Bettgehzeit war.

      Am nächsten Tag musste ich immer zu meiner Patentante mein Geschenk abholen. Das gefiel mir gar nicht. Irgendwie kam ich mir bei ihr immer wie ein Bettler vor. Ich hätte lieber auf das Geschenk verzichtet. Aber zu der Zeit gab man keine Wiederworte.

      Ich hatte trotzdem eine sehr schöne Kindheit, wenn auch viel zu kurz.
      Meine Eltern starben leider viel zu früh, da war ich 14 Jahre.

      Seit ein paar Jahren Feier ich kein Weihnachten mehr. Meine beiden Erwachsenen Söhne kommen aber. Wir essen dann zusammen, machen es uns gemütlich und schwelgen in alten Zeiten. :D

      Ich hoffe ja immer noch auf Enkelkinder. Dann stell ich auch wieder einen Baum auf und wir feiern zusammen.

      So jetzt aber genug von mir. Ich werd schon ganz melancholisch und muss dauernd ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischen.

      Ich schau mir jetzt den Michel von Lönneberga an, da gibts jede Menge zum Lachen.

      Wünsch euch allen noch eine schöne Weihnachtszeit :schneewerfen2:
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